Auch Fürths alter Süden putzt sich heraus

Ein neues Wohnkonzept soll vor allem pendelnde Geschäftsleute ansprechen — Uvex-Gebäude wird
saniert.
In der Fürther Südstadt wird der Bauträger P & P eine langjährige Brachfläche und das Firmengebäude von
Uvex in Wohnraum umwandeln. Dabei hält auch eine Wohnform Einzug, die es in Fürth bislang nicht gibt. P &
P
hat ihr den Namen „Concierge Wohnen“ verpasst.
FÜRTH — Der Oberbürgermeister wirkte geradezu euphorisch — das Modell, das die Firma P&P gestern an der
Ecke Ludwig- und Fichtenstraße präsentierte, schien ihm zu gefallen. Einen Neubau wollen die Fürther
Denkmalspezialisten hier errichten, außerdem ein bestehendes Gebäude sanieren. Erstmals, schwärmte Jung, rücke
die „alte Südstadt“ in den Blickpunkt des Interesses; das könne der Startschuss sein für weitere Bautätigkeiten,
schließlich müssten sich die Investoren bald eine andere Spielwiese suchen, da die „neue Südstadt“ — damit meinte
Jung die frühere Darby-Kaserne — bald keinen Platz mehr bietet.
69 Wohnungen sollen in dem Gebäude entstehen, das die Firma Uvex nur noch bis Mitte April nutzen wird, ehe sie
diesen Standort auf die Hardhöhe verlegt. 75 Prozent der Wohnungen seien bereits verkauft, sagt Jürgen Eschbach,
Vertriebsleiter bei P&P. Ende des Jahres könnten die ersten Bewohner in das „City Central 3“ getaufte Haus
einziehen. Die Vorgänger City Central 1 und 2 sind das frühere Bauamtsgebäude an der Breitscheidstraße sowie ein
Bauprojekt in der Marienstraße.
Beispiel Benno Möhlmann
Aber damit nicht genug: Auf der Brache direkt neben Uvex soll ein Neubau in die Höhe wachsen — mit einem
gänzlich anderem Konzept. Concierge Wohnen heißt das Zauberwort, mit dem P &P hier punkten will. Dahinter
stehen 80 bis 90 kleinere Wohnungen, die speziell für pendelnde Geschäftsleute, aber auch für gut betuchte
Studenten gedacht sind.
Laut Jürgen Eschbach leben etliche Akademiker nur unter der Woche in Fürth. Als Beispiel nennt er Mitarbeiter von
Fraunhofer, die nicht selten nur für einen befristeten Forschungszeitraum an das Institut kommen. Und Rathauschef
Jung fällt dazu prompt Ex-Sp Vgg-Trainer Benno Möhlmann ein, der während seiner Fürther Zeit stets in einem Hotel
wohnte, da seine Familie eigentlich in Bremen zu Hause ist.
Menschen wie ihnen will P &P eine Alternative zum Hotel bieten: großzügige Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen. Zur
gemeinschaftlichen Nutzung wird es eine Sauna- und Wellnesslandschaft geben, außerdem besteht die Möglichkeit,
Kleidung reinigen und bügeln zu lassen. In einer „Business-Lounge“ mit Fernseher können sich die Bewohner treffen,
um zu plaudern. Und: Im Eingangsbereich wird ein Concierge an einer Rezeption sitzen, der den Bewohnern „wie in
einem anspruchsvollen Hotel“ Dienstleistungen vermittelt — vom Blumenservice bis zur Autopflege. „Das“, sagt Eschbach,
„gibt es in Fürth noch nicht.“ Dass dieses „unterentwickelte Eck der Südstadt“, wie OB Jung es formuliert, derart
aufgewertet wird, hätte vor ein paar Jahren noch niemand gedacht. Doch die Ausweisung zum Sanierungsgebiet
scheint Wunder zu wirken (wir berichteten). Wer hier nun Wohnraum erwirbt, der in umgestaltetem altem Gemäuer
entstanden ist, wird vom Gesetzgeber steuerlich begünstigt.
Rund um das City Central 3 tut sich daher noch mehr. Vis-à-vis wird eine hässliche Fassade aufgepeppt. Daneben
hat ein Investor das frühere Kino Alhambra abgerissen und plant einen Neubau, und P&P verhandelt mit der
evangelischen Kirche über den Kauf des Gemeindehauses von St. Paul, das die Kirche loswerden will. Der Oberbürgermeister
frohlockt schon jetzt: „Das wird eine hochattraktive Gegend, die zeigt, dass auch die alte Südstadt ihre
Qualitäten hat.“

Quelle: Nürnberger Nachrichten, 27.03.2010

Näheres zur Sanierung des Uvex-Gebäudes und zum Thema Concierge-Wohnen erfahren Sie unter 0911/76 60 61 0. Die P&P Gruppe Bayern informiert Sie gerne.

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